Allgemeines zur Röntgentherapie im Diagnosezentrum Brigittenau

Es ist uns eine große Freude, Sie über die Errichtung unserer neuen Röntgenschmerztherapie-Einheit im Diagnosezentrum Brigittenau zu informieren!

Wir bieten Ihnen Serviceorientierung, hohen Komfort und ein sehr angenehmes Ambiente sowie die fachliche Expertise einer erfahrenen Strahlentherapeutin zur Festlegung der Dosis und der Therapie-Intervalle.

Bitte vereinbaren Sie unter Tel.: 350 26 26 einen Termin für die Erstbegutachtung. Danach erhalten Sie Ihre Termine für die Behandlungs-Serien.

Ihr Team des DZB

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Röntgentherapie für Fersensporn und Ellbogenschmerzen (Tennis-Ellbogen oder Schleimbeutelentzündung)

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Was versteht man unter Röntgentherapie?

Durch die Abnützung von Gelenken (Schulter, Ellbogen, Hand, Hüfte, Knie, Fuß), bzw. durch Kalkanlagerungen an den Gelenken kommt es oft zu Schmerzzuständen und die Beweglichkeit der jeweiligen Region kann eingeschränkt sein.

Durch den kontrollierten Einsatz von Röntgenstrahlen in niedrigster Dosierung, der sogenannten Röntgentherapie oder Röntgenschwachbestrahlung kann der natürliche Heilungsprozess angeregt werden. Die entzündliche Gewebsreaktion und auch der Schmerz können somit abklingen.

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Die Röntgenschwachbestrahlung wird schon seit langer Zeit erfolgreich bei chronischen und entzündlichen Erkrankungen der Gelenke und Sehnen eingesetzt, um eine Schmerzlinderung zu erzielen.

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Wann ist der Einsatz einer Röntgentherapie sinnvoll?

Der Einsatz der Röntgentherapie wird bei folgenden Erkrankungen empfohlen:

  • Fersensporn
  • Entzündung des Schleimbeutels am Ellbogengelenk
  • sog. Tennis-Ellbogen, sog. Golfer-Arm
  • Arthrose des Handgelenks bzw. Fingergelenke
  • Daumengrundgelenksentzündung oder Verkalkung (sog. Rhizarthrose)
  • Sehnen-Verdickung der Handfläche (sog. Dupuytren´sche Kontraktur)
  • Schultergelenksarthrose oder Verkalkung
  • Kniearthrose
  • Schleimbeutelentzündung an großen Gelenken zum Beispiel an der Hüfte
  • Schmerzhafte Verdickung an der Fußsohle (sog. Morbus Ledderhose)
  • Sprunggelenksarthrose (Fuß)
  • Krankhafte Vergrößerung der Brustdrüse beim Mann
  • Vorbeugung vor einer Hormontherapie bei Prostatakrebs, um die Brustdrüsenvergrößerung durch die Hormongabe hintanzuhalten

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Was muss ich für die Röntgentherapie mitbringen?

  • Meine E-Card
  • Die Original-Zuweisung zur Röntgentherapie
  • Alle Vorbefunde von früheren Röntgen-(Bestrahlungs)-Therapien mit Angabe der Dosis, wenn vorhanden
  • Röntgenaufnahmen der zu bestrahlenden Region, die nicht älter als 3 Monate sein sollen
  • oder eine Zuweisung zum Röntgen der zu bestrahlenden Region

Wenn Sie kein Röntgenbild haben oder dieses älter als 3 Monate ist, bringen Sie bitte eine Zuweisung zum Röntgen der betroffenen Region mit.

Wir können vor der Behandlung das Röntgen dann im Diagnosezentrums Brigittenau machen.

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Wenn Sie einen Termin nicht einhalten können:

Wir bitten Sie sehr, mindestens einen Tag vor der Behandlung um telefonische Absage unter Bekanntgabe Ihrer Reservierungsnummer, wenn Sie einen Termin nicht einhalten können. Sie ermöglichen somit einem anderen Patienten eine Behandlung und erleichtern uns die Organisation!

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Was passiert bei der Röntgentherapie?

Ihre mitgebrachten Röntgenbilder der Region und Vorbefunde von früheren Bestrahlungstherapien werden kontrolliert.
Die genaue Dosis, das Bestrahlungsfeld und die Anzahl der Behandlungen werden dann von einer Ärztin/einem Arzt festgelegt.
Vor der Röntgentherapie wird die Haut der betroffenen Stelle/Region kontrolliert und fotografiert.

Das Röntgentherapiegerät wird mittels eines Tubus direkt auf das jeweilige schmerzende Gelenk/die schmerzende Stelle aufgesetzt.
Die Röntgenschwachbestrahlung dauert einige Sekunden bis max. 1 Minute und ist völlig schmerzlos für Sie.

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Der Effekt der Röntgenbestrahlung auf den Schmerz ist sehr gut – je nach Art der Erkrankung beträgt die Erfolgsrate der Röntgentherapie laut neuesten Untersuchungen zwischen 60-90%.

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Ablauf der Röntgentherapie:

Die Behandlung erfolgt in einer Serie von 3-4, manchmal 6 Bestrahlungen. Das wird vom Arzt/von der Ärztin festgelegt. Das Behandlungsfeld und die Dosis werden genau berechnet.
Sie erhalten Ihre Termine nach dieser Erstbegutachtung.

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Nach der ersten Behandlungs-Serie folgt eine Pause von mindestens 4 Wochen,
bevor  eine zweite Serie mit 3-6 Bestrahlungen gemacht wird.

Bei Bedarf kann nach weiteren 4-6 Wochen eine dritte Behandlungs-Serie vereinbart werden.

Die Region soll dann für 6 -12 Monate nicht mehr bestrahlt werden, um eine Überreizung des Gewebes zu vermeiden.

Die Behandlungspausen zwischen den Serien müssen eingehalten werden.

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Wie wirkt die Röntgentherapie?

Durch Abnützungserscheinungen und Kalkablagerungen an Gelenken oder Knochen sowie Einrisse an Sehnen kommt es oft zu starken Schmerzen und damit auch eingeschränkter Beweglichkeit des Bewegungsapparats. Die Abnützungen selbst können durch die Röntgentherapie natürlich nicht verändert werden, Verkalkungen und Sehneneinrisse bleiben bestehen. Die kontrollierte Röntgenbestrahlung mit niedrigster Dosis, die sogenannte Röntgenschwachbestrahlung, hat aber einen sehr guten Effekt auf die entzündliche Gewebsreaktion, diese kann abklingen, die Schmerzen nehmen ab und der natürliche Heilungsprozess kann in Gang gesetzt werden.

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Worauf muss ich vor einer Röntgentherapie achten?

Der Arzt/die Ärztin braucht ein Röntgenbild der zu bestrahlenden Region, um die Stelle der Erkrankung genau einzuschätzen. Diese Befunde und Röntgenbilder sollen nicht älter als 3 Monate sein.

Bitte bringen Sie Ihre Vorbefunde oder eine Zuweisung zum Röntgen der betroffenen Körperstelle mit, sodass die Röntgentherapie anhand dieser Befunde im DZB genau geplant werden kann.

Ich muss den Arzt/die Ärztin über alle Vorbestrahlungen informieren und die Befunde mit den damaligen Dosisangaben vorlegen. Nur so kann die beste Dosis für meine jetzige Röntgentherapie berechnet und individuell abgestimmt werden.

Behandlungen werden üblicherweise nur an Personen durchgeführt, die älter als 30 Jahre sind.

Frauen dürfen keinesfalls schwanger sein – das ist eine absolute Kontraindikation für eine Röntgentherapie.

Die Haut an der Stelle der Behandlung sollte intakt und gut durchblutet sein (keine Wunden oder offene Stellen).

Um eine Gewebereizung zu vermeiden sollte 2 Wochen vor und nach einer Röntgentherapie keine Stoßwellentherapie durchgeführt werden.

Auf die sonstige Medikamenteneinnahme hat die Röntgentherapie keinen Einfluss.

Direkt vor der Behandlung keinesfalls Salben oder Puder an der betroffenen Stelle verwenden!

Ansonsten sind keine weiteren Vorbereitungen nötig.

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Zusammenfassung der Kontraindikationen

  • Schwangerschaft
  • Kinder/Jugendliche (bis etwa zum 30. Lebensjahr keine Therapie empfohlen)
  • Hautschäden (offene Wunde oder Geschwür) in der zu bestrahlenden Region
  • Schwere Durchblutungsprobleme in der zu bestrahlenden Region
  • Tumoröse Erkrankungen in der zu bestrahlenden Region
  • Stoßwellentherapie in der zu bestrahlenden Region

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Gibt es unerwünschte Nebenwirkungen?

Statistisch gesehen ist das Risiko, später an einer Geschwulst in der betroffenen Region zu erkranken, gering erhöht beschrieben. Entzündungen oder Hautreaktionen (nässende Wunden) sind äußerst selten beschrieben. Manchmal entsteht im Bestrahlungsbereich als Spätreaktion eine gewisse Hauttrockenheit, die Sie nach dem Ende der Behandlungsserie mit Salben behandeln sollten.

Es kann sich die Haut im Behandlungsgebiet eventuell etwas stärker pigmentieren (geringe Braunfärbung), dies ist nicht gefährlich.

Es kann zu einer leichten Schmerzreaktion während oder nach einer Behandlungsserie kommen (man spürt eventuell, dass „es in der behandelten Region arbeitet“). Dies ist kein ungünstiges Zeichen und sollte nicht zu einem Abbruch der Behandlung führen. Schmerzen an der erkrankten Stelle, die sich am Beginn der Therapie verstärken, werden als gutes Zeichen für den Erfolg der Röntgentherapie gewertet.

Die Wirkung und damit die Schmerzlinderung der Behandlung treten meist mit einer Verzögerung nach der 2. bzw. auch noch nach der 3. Serie ein. Auch bis zu 12 Wochen nach der letzten Behandlung kann noch mit einer Verbesserung der Beschwerden gerechnet werden.

Eine zu Beginn der Bestrahlung bestehende Verkalkung oder Gelenksveränderung kann leider nicht mehr rückgebildet werden, die Schmerzsymptomatik aber gelindert bis behoben werden.

Bitte beachten Sie, auch während der Bestrahlungen keine Salben oder Puder zu verwenden, sowie direkte Sonneneinstrahlung auf die Haut der behandelten Region zu vermeiden. Weiters sollte keine Stoßwellentherapie in der Behandlungswoche erfolgen!