Knochendichtemessung (Densitometrie)

Als Knochendichtemessung (DEXA) bezeichnet man die Messung des Knochenmineralgehaltes und dies dient zur Früherkennung oder Erfassung einer Osteoporose (Knochenschwund). Die Knochendichtemessung wird nach neuestem Standard durchgeführt und gewährleistet somit eine strahlenarme Untersuchung. Mit einem speziellen Computerpogramm kann eine Risikoeinschätzung für Knochenbrüche vorgenommen werden (TBS-Score, FRAX).

Eine direkte Kostenübernahme durch die Gebietskrankenkassen erfolgt für:

  • Frauen ab dem 65. Lebensjahr und Männer ab dem 68. Lebensjahr
  • Frauen ab dem 60. Lebensjahr, bei denen zusätzliche Risikofaktoren, wie z.B. lange Bewegungseinschränkung, starkes Untergewicht, etc., bestehen
  • Erwachsene mit Minimaltrauma
  • Erwachsene mit Erkrankungen, die mit einer niedrigen Knochendichte bzw. raschem Knochenabbau einhergehen
  • Erwachsene, bei Verdacht auf niedrige Knochendichte
    oder raschem Kalzium-Verlust (Malabsorptionssyndrom)
  • Erwachsene, die Medikamente einnehmen, welche den Kalzium-Abbau beschleunigen können (Cortison)
  • Patienten unter 68 Jahren und Patientinnen unter 65 Jahren, die eine Wahlarzt-Zuweisung haben und bei der Wiener Gebietskrankenkasse versichert sind, sollten vorher die Zuweisung bewilligen oder vom Kassen-Arzt umschreiben lassen, da sie sonst die Untersuchung privat zahlen müssen (40€).

 

Risikofaktoren für Osteoporose sind:

  • Helle Hautfarbe
  • Weibliches Geschlecht
  • Familienanamnese
  • Starke Rückenschmerzen
  • Übermäßige Koffeinzufuhr
  • Übermäßige Salzzufuhr
  • Rauchen
  • Bewegungsarmer Lebensstil
  • Niedrige Kalzium-Aufnahme mit der Nahrung
  • Vitamin D-Mangel
  • Niedriges Körpergewicht (< BMI 20)
  • Ungewollter Gewichtsverlust (über 10%)
  • Vorzeitige Menopause
  • Mehrmalige Stürze in der Anamnese
  • Abnahme der Körpergröße um mehr als 4 cm